Schneefälle im Februar 2012

              Über Uttulu zum Kuvile Intro de Monte

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Alle Bilder dieser Fotostrecke von Giuseppe Angotzi, Paoletto Atzei und Francesco Seu (Rechte vorbehalten)

Am 15. Februar ein erneuter Versuch, über die Forststraßen von Montes auf den Supramonte zu gelangen. Diesmal früher aufgebrochen und noch in der Morgensonne am Lago Olai vorbei, ...

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... der an seinen Schmalstellen noch immer eine dünne Eisschicht trägt.

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Die Forstkaserne ist schnell erreicht, aber ohne Vierradantrieb und Ketten auf allen  Rädern ist kein Weiterkommen, auch wenn der Weg nach Uttulu von schweren Forstfahrzeugen gespurt ist.

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Weiter geht es durch die  Waldhänge des Quellgebiets des Cedrino-Flusses ...  

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... auf das Hochland der Takkus (Felstürme), hier knapp nördlich des Monte Novu mit Blick auf den Doppelgipfel des Monte su Biu (1163 m).

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Eine kleine Gruppe Esel ist klug genug, bei diesem wechselhaften Wetter auf der gespurten Trasse den Weg ins Tal zu suchen.

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Ein paar Kilometer weiter ist die Senke mit der Quelle von Uttulu erreicht.

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Ein Blick zurück auf Monte Novu (links) und Monte Humai (rechts). Im Vordergund das verschneite und vereiste Becken der Viehtränke von Uttulu - in der Sommerhitze die letzte Hoffnung für Mensch und Tier am Rand des wasserlosen Karstgebiets.

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Ab hier heisst es, zu Fuß durch den Schnee auf die Karstflächen des Supramonte stapfen.

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Und weiter ...

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Und weiter ...

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... bis endlich die Rundhütte des Kuvile Intro de Monte (1098 m) erreicht ist.

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Nicht gerade einladend, und schon garnicht bei diesem Wetter. Vorbei sind die Zeiten des legendären Tziu Carmineddu, der hier rechts neben der groben Holztüre immer schußbereit sein Gewehr an die Mauer gelehnt hatte (vgl. das Bild im Buch auf Seite 94).

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Da nützt auch ein kleines Feuer nichts. Gemütlichkeit ist etwas anderes.

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Und immer schön geduckt bleiben, weil die Konstruktion des Rauchabzugs (kukurale) an der Dachspitze nicht für solche Schneehöhen gedacht ist und der Rauch nur zur Türe entweichen kann.

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Am Nachmittag, auf dem Rückweg nochmal ein Blick auf den Monte su Biu ...

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... wo eine Rinderherde herumirrt und versucht, mit dem bald schon zwei Wochen anhaltenden Schneeeinbruch fertig zu werden. Diejenigen Tiere, die nicht mehr kräftig genug sind  ...

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... und in Agonie liegen bleiben, werden schnell zur Überlebenshilfe für andere.

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Im letzten Sonnenschimmer nochmal stehengeblieben und ein kurzer Blick zurück auf den Monte su Biu bevor das nächste Schneetreiben hereinbricht. 

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(Fortsetzung: Solitha am 16. Februar 2012)